Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche

Als Club, der seine Heimat am Marienplatz mitten in München hat, unterstützen wir vor allem Kinder- und Jugendprojekte in München. Dazu gehören seit vielen Jahren die Grundschule an der Kafkastraße und die Aktion „Lebensräume – Familien stark machen“. Kinder und Jugendliche beider Einrichtungen gestalten jährlich unseren Lions-Jahreskalender. Den geben wir gerne an die Spender bei unserem Benefizkonzert aus.

Kalender von Kindern und Jugendlichen 2019
Titelseite unseres Lions-Kalenders 2019

Grundschule an der Kafkastraße

300 Kinder aus über 30 Nationen besuchen die Schule an der Kafkastraße. Der Migrationshintergrund an der Schule beträgt 89%. Die Schule bietet für die Schüler Deutschförderklassen und für Kindergartenkinder eine spezielle sprachliche Förderung.

Der Schwerpunkt der schulischen Arbeit liegt auf der Förderung der Lese- und Sozialkompetenzen. Die soziale Förderung unterstützen ein Jugendschulsozialarbeiter und ein Förderschullehrer mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung.

Die Mehrheit der Kinder kommt aus finanziell benachteiligten Familien. So bleiben einem Großteil der Schüler kulturelle Angebote verwehrt. Die Schule möchte mit großartiger Eigeninitiative der Lehrer den Schülern musikalische, sportliche, kulturelle und künstlerische Angebote ermöglichen. Dabei ist die Schule auf finanzielle Unterstützung angewiesen, die wir als Lions-Club München-Marienplatz mit großer Freude bieten. Als Dankeschön gestalten die Grundschüler mit Liedern und Vorträgen jedes Jahr unsere Weihnachtsfeier. Und wir revanchieren uns mit Plätzchen und Buchgeschenken.

„Lebensräume – Familien stark machen“

„Lebensräume“ ist eine ambulante, präventive Einrichtung für Kinder und deren psychisch stark belasteten/erkrankten Eltern(-teile), die sie gemeinsam nutzen. Um die Bindung nachhaltig zu stärken, liegt ein besonderes Augenmerk auf der Begleitung und Unterstützung der Interaktion zwischen den Familienteilen. Eine Regelfi-nanzierung ist von staatlicher Seite bislang nicht vorgesehen.

In gemeinsamen Gesprächen bekommen Eltern und Kinder Informationen und Aufklärung. Die Kinder gewinnen so an Orientierung und Sicherheit im Umgang mit der elterlichen Erkrankung. Der Besuch in den Lebensräumen ist kostenfrei. Eine begleitende Forschung an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München (Prof. Dr. Andrea Dischler mit Studierenden des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit) belegt die Wirksamkeit der Einrichtung. Die kontinuierliche präventive Begleitung sowie prompte Unterstützung in Krisen konnten eine Stabilisierung von vielen Familien erreichen.

Städtische Balthasar Neumann Realschule

Die Städtische Balthasar Neumann Realschule ist eine sogenannte „Schwerpunktschule“ zur Förderung beeinträchtigter Kinder. Etwa 450 Kinder aus bis zu 70 Nationen werden hier auf ihr Berufsleben in unserem Land vorbereitet. Viele Eltern sind kaum der deutschen Sprache mächtig und brauchen ihre Kinder oft als Dolmetscher bei einem Lehrergespräch.

Wir möchten den Horizont der Schüler erweitern, sie damit vertraut machen, was ein Leben in München, in Deutschland alles bieten kann – wenn man es denn anpackt. Ihnen bewusst machen, dass man früh an seinen Alleinstellungsmerkmalen arbeiten muss, um in unserer Gesellschaft „gefragt“ zu sein. Und sie motivieren, Chancen zu erkennen und zu ergreifen. Dafür ermöglichen wir den engagierten Lehrern Aktionen, die nicht im Lehrplan stehen und nicht durch den Träger, die Stadt München, finanziert werden. Bei den von uns unterstützten Projekte tragen die Schüler immer auch selbst einen Kostenanteil. Denn: „Was nichts kostet, taugt nichts.“

Jährlich unterstützen wir etwa zehn Projekte, so zum Beispiel:
• Alle Schüler nehmen an einem „Mathematik-Knobel-Wettbewerb“, dem „Känguru-Test“, teil. Sie trainieren dafür freiwillig auch außerhalb des Unterrichts. Der Anreiz: Wir spendieren für vier ausgeloste Schüler und einen Lehrer Karten für ein Spiel des FC Bayern in der Allianz-Arena.
• Spielerisch lernen? Wir haben frei programmierbare, kleine Roboter von LEGO Mindstorm finanziert. Das ermöglicht einen realen Blick in die digitale Welt und was z.B. ein Mechatroniker machen kann.
• Klassenfahrt mit Aha-Effekt: Wenn man nach Berlin fährt, sollte man die Metropole, die Hauptstadt Deutschlands, intensiv erleben. Dazu sponsern wir einzelne Aktivitäten wie z.B. eine Jugenderlebnis-Bootsfahrt auf der Spree.